Die aktuelle Situation von online Casinos in Deutschland ist wenn es nicht so traurig wäre wirklich zum Lachen. Denn so viele Widersprüche wie es hier gibt, gibt es selten in anderen Bereichen. Alles scheint improvisiert und einfach nur kurzfristig hingeschustert, um seinen eigenen Willen durchzusetzen. Die lustigsten Fakten wollen wir euch hier einmal vorstellen.

Es gibt lizenzierte Anbieter von illegalem Glücksspiel

Durch die kurze Zeit der Regulierung von online Glücksspiel in Schleswig-Holstein haben insgesamt 46 Anbieter eine Lizenz erhalten. Mit der Rückkehr in den Glücksspieländerungsstaatsvertrag werden aber die Angebote von online Casinos verboten und illegal. Die Anbieter dürfen jedoch für die nächsten sechs Jahre zumindest den Bürgern legal jene verbotenen Spiele anbieten.

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Gesetz zur Rückkehr in den Staatsvertrag noch nicht gültig

Mit Gesetzen ist es in Deutschland so, dass sie zwar gültig sind sobald sie den entsprechenden Weg durch die Parlamente gegangen sind, allerdings erst in Kraft treten wenn sie im Gesetzes- und Verordnungsblatt veröffentlicht werden. Das Gesetz wurde in Schleswig-Holstein am 24. Januar 2013 beschlossen allerdings bis jetzt (Anfang Februar) wurde das Gesetz noch nicht veröffentlicht und greift damit nicht.

Begrenzung des online Glücksspiel führt zum Schwarzmarkt

Als Begründung zur Regulierung und Liberalisierung des schleswig-holsteinischen Glücksspielmarktes wurde unter anderem hauptsächlich die Verdrängung des Schwarzmarktes angeführt. Im Vergleich dazu argumentiert der Glücksspieländerungsstaatsvertrag hauptsächlich mit dem Schutz der Spieler. Davon ausgehend, dass eine Regulierung und Liberalisierung zum Rückgang des Schwarzmarktes für online Glücksspiel führt, muss man nun davon ausgehen, dass die „Annullierung“ dieses Gesetzes den Schwarzmarkt wieder fördert. Das bedeutet damit, dass die aktuelle Regierung ein Gesetz erlassen hat, dass den illegalen Schwarzmarkt fördert.

Glücksspiel Sponsoring nur in Schleswig-Holstein

Eine wichtige Waffe um bisher gegen die online Casinos vorzugehen war ihnen das Werben in Deutschland zu verbieten. Denn schließlich darf ja erstens für illegales Glücksspiel nicht geworben werden und zweitens wurde ja von der EU das „Werbeverbot“ eingeführt. Damals als sie eine Neuregelung des Glücksspielstaatsvertrags forderten.

Doch jetzt haben wir die Situation, dass in Schleswig-Holstein 46 Anbieter eine gültige Lizenz haben und dementsprechend auch werben dürfen. Wie darf man sich das nun vorstellen? Sportler aus Schleswig-Holstein dürften ja von den online Casinos gesponsert werden und auch in den Sporteinrichtungen darf Werbung stattfinden. Dies dürften jedoch zukünftig nicht im Rest der Republik zu sehen sein. Müssen die dann immer ausgeblendet werden?

Staatliche Spielbank keine Lizenz für online Casino

Aktuell hat die Spielbank Schleswig Holstein GmbH – die die Casinos in dem nördlichsten Bundesland betreibt – keine Lizenz für online Casino Spiele. Die war zwar vorgesehen, doch wurde anscheinend nicht rechtzeitig vergeben. Jetzt ist einer der Gründe warum eben nur dieses Unternehmen legal Glücksspiel in den stationären Casinos anbieten kann, dass eine Kanalisierung des Spieltriebs der Bürger eben vor Glücksspielsucht schützt. Dies ist eines der wichtigsten Argumente für staatliche Casinos. Doch indem die Spielbank SH GmbH online gar kein Glücksspiel anbieten darf, kann sie dieser Aufgabe im Internet gar nicht wahrnehmen. Sie kanibalisiert sich also selbst.